GAMIFIZIERTE TRAININGSSYSTEME

Chronische Rückenschmerzen

Chronische Rückenschmerzen

Ein starker Beckenboden gegen Rückenschmerzen

Ein gut trainierter Beckenboden kann bei Rückenproblemen helfen.

Der chronische unspezifische Rückenschmerz wird gerne als Volkskrankheit bezeichnet und tatsächlich führt kein Symptom und keine Krankheit zu so vielen Arztbesuchen und Arbeitsausfällen. Hat man früher geglaubt, dass hauptsächlich körperlich schwere Arbeit zu Rückenschmerzen führt, sieht man heute Bewegungsmangel in Verbindung mit Übergewicht und psychischem Stress als die Hauptursachen an. Noch vor 30 Jahren hat man den Patienten mit Rückenschmerzen angeraten, die Rückenmuskulatur zu trainieren. Vor 20 Jahren hat man damit begonnen, den Rücken auch von vorne zu stabilisieren und Bauchmuskeltraining kam hinzu. Seit ca. 10 Jahren spricht man von Core-Training ­ also einem Training, dass den Kern, die Körpermitte, stärkt. Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskulatur stehen jetzt im Fokus, um Rückenschmerzen den Kampf anzusagen und dauerhaft vorzubeugen.

Entfernung der Prostata

Entfernung der Prostata

Was der Beckenboden ab jetzt meistert

Die Entfernung der Prostata wird in Deutschland jährlich bei ungefähr 25.000 Männern zwischen 45 und 80 Jahren, die an einem Prostatakarzinom leiden, durchgeführt. In der medizinischen Literatur wird diese Operationsmethode ganz ungeschönt als Verstümmelung des Kontinenz-Apparats bezeichnet. Dennoch ist sie derzeit die sicherste Methode, diese Tumore gänzlich zu eliminieren.

Was ist nach der OP anders?

Die Prostata wird z.B. beim Husten nicht mehr an die Harnröhre gepresst. Sie drückt in den Momenten plötzlichen Druckanstiegs nicht mehr zu.

Die Prostata schwillt während einer Erektion nicht mehr an. Urinverlust ist jetzt auch bei Erektion und beim Höhepunkt möglich.

Das Blasenzäpfchen, das die Harnröhre am Übergang von der Blase Stöpsel-artig ohne aktives Zutun verschließt, wurde entfernt. Urin läuft jetzt ungebremst in die Harnröhre.

Die prostatische Harnröhre, die von unwillkürlich gesteuerter Muskulatur umwoben ist, welche die Harnröhre langstreckig verschließen kann, wurde entfernt.

Der innere Schließmuskel, der ebenfalls unwillkürlich gesteuert wird, wurde entfernt.

Der normalerweise als kurzfristige Sicherung agierende äußere Schließmuskel, eingebettet im Beckenboden, ist durch OP und Katheter irritiert und muss nun als einzig erhaltener Verschluss langfristig die Kontinenz sichern.

Chronischer Husten

Chronischer Husten

Der ständigen Belastung des Beckenbodens entgegenwirken

Der Chronische Husten, meist durch Asthma Bronchiale oder COPD, ausgelöst ist mit Leistungssport zu vergleichen. Je länger der Husten anhält, desto kräftiger wird die Bauchmuskulatur und desto steifer die Strukturen des Brustkorbs.

Der Beckenboden jedoch wird immer mehr überfordert. Anfänglich kommt es zu geringem Unrinverlust, aber immer häufiger können auch Winde beim Husten nicht mehr gehalten werden. Kommt es auch zu Stuhlverlust ist die soziale Isolation vorprogrammiert. Die Behandlung der Husten auslösenden Erkrankung bzw. die Meidung schädlicher Faktoren ist nicht mehr im Alleingang möglich. Professionelle Hilfe ist dringlich angeraten.

Was ist COPD?

Chronic Obstructive Pulmonary Disease ist der internationale Fachausdruck für die häufigste und stark lebensverkürzende Lungenerkrankung, die Chronisch-Obstruktive Bronchitis.

Früher durch Staub, hauptsächlich am Arbeitsplatz. ausgelöst. Heute eine typische irreversible Rauchererkrankung, die zu langem Siechtum und zum Tod durch Ersticken führt.

Was ist Asthma Bronchiale?

Chronisch und anfallsartig auftretende, entzündliche Erkrankung der Bronchien als Reaktion auf verschiedene Reize, wie Kälte, Pollen oder psychischen Stress. Von Asthma Bronchiale können bereits Säuglinge betroffen sein. Typische asthmatische Beschwerden sind pfeifende Atmung, Husten, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und Luftnot. Asthma Bronchiale ist bis heute nicht heilbar, jedoch durch den Einsatz moderner Medikamente gut zu kontrollieren.

Der künstlich Darmausgang

Der künstlich Darmausgang

Für eine unbeschwerte Zeit danach

Der vorübergehend künstlich angelegte Darmausgang macht den Anus arbeitslos. Denn weder Stuhlgang noch Gase werden in dieser neuen Situation durch den Beckenboden abgeleitet. Arbeitslose Muskeln werden abgebaut ­ sie atrophieren. Je länger solch eine Situation gegeben ist, desto schwieriger und zeitaufwendiger wird es, die Muskulatur wieder zu verlässlicher Funktion aufzutrainieren.

Der Zusammenhang zwischen ausbleibender Nutzung und dem Abbau von Muskulatur ist Betroffenen klar. Dennoch ist es besonders schwer sich in der Passagerzeit ­– also während ein künstlicher Darmausgang angelegt ist – ­ zum täglichen Beckenbodentraining zu motivieren, da die Beckenbodenschwäch keine Auswirkungen zeigt. Ist der künstliche Darmausgang erst zurück verlagert, ist der Betroffene häufig überrascht, wie schwierig es ist, die Stuhlinkontinenz zumindest zu kaschieren und die Trainingsintensität und -qualität auf ein wirksames Maß zu steigern.

Synonyme für einen künstlichen Darmausgang

  • Enterostoma meist abgekürzt zu Stoma
  • Seitenausgang
  • Anus praeter

Je nach Darmabschnitt

  • Ileostoma: am Dünndarm
  • Colostoma: am Dickdarm
  • Transversostoma: am queren Teil des Dickdarms

Je nach geplanter Tragezeit

  • passager/temporär: zeitlich begrenzt
  • dauerhaft/permanent: für immer

Je nach Anzahl der Öffnungen

  • Endständig: eine Öffnung
  • Doppelläufig: zwei Öffnungen
Inkomplette Querschnittslähmung

Inkomplette Querschnittslähmung

Mehr Kontrolle auch durch Beckenbodentraining

Die inkomplette Querschnittssymptomatik kann bereits im Mutterleib entstehen. Etwa bei einem von 3.000 neugeborenen Kindern sind die Dornfortsätze der Wirbelsäule, mit Beteiligung des Rückenmarks und der Hirnhäute, gespalten. Aber auch traumatische Verletzungen der Wirbelsäule, z.B. durch Verkehrsunfälle, können inkomplett sein und müssen individuell betrachtet werden. Bandscheibenvorfälle und Tumore können ebenfalls zu inkompletter Querschnittssymptomatik führen.

Für alle Betroffenen bedeutet dies, dass sie teilweise gelähmt sind aber manche Muskeln trotz allem nutzen und vor allem trainieren können. Die physiotherapeutischen Maßnahmen sind vielfältig, sollten aber immer auch die Kontinenzförderung miteinschließen.